6. Wanderung "Durch alle Ortsteile von Potsdam"
Bei der Winteraktionen vom DVV können Wanderer eigene Strecken einreichen von min. 5 Km bis max. 20 Km für die Kilometerwertung und für die Teilnehmerkarte zum Internationalen Volkssportabzeichen. Dies ist für meine Teilnehmerkarte die 11 Wanderung.
Heute ging es nun weiter in der Templiner Straße am Ufer entlang nach Templin. Die am Ostufer des Templiner Sees gelegene Siedlung, ist aus einer spätslawischen-frühdeutsche Siedlung entstanden und Grenzt an Caputh. Hier ging es früh los dann zur Marienquelle. 1852 beauftragte Friedrich Wilhelm IV. August Stüler mit der Anlage einer Quellfassung nach dem Vorbild des Grabes der Maria im Kidrontal in Jerusalem. Das Jerusalemer Mariengrab hatte nach Eroberung der Stadt durch die Kreuzritter um 1150 eine frühgotische Fassade erhalten. An diese lehnt sich die ebenfalls in einer kleinen Senke liegende Marienquelle bei Templin stilistisch eng an. Die typischen Elemente dieser Architektur, die dreifache Einfassung des Spitzbogeneingangs mit einer Rechteckrahmung und zwei auf Säulen ruhenden flachen Spitzbögen setzte Stüler in eine sehr gestraffte, der norddeutschen Backsteinarchitektur angepasste Form um. Bekannt durch das Forsthaus Templin mit der Braumanufaktur Potsdam, das Waldbad und ein Wassertaxi.
Es ging jetzt zum Forst Potsdam Süd, dem Waldgebiet Ravensberge. Hinter dem Forsthaus Templin gibt es ein Gedenkkreuz, für den Leutnant Klaas, er wurde am 25. August 1825 hier von Wilderern erschossen. Weiter über die Michendorfer Chaussee, wo sich auch ein Sowjetischer Friedhof befindet. Weiter in Richtung Teltower Vorstadt gibt es noch die Preußenschänke. Durch den Forstwald ging es zum Waldhaus Potsdam, eine Falknerei. Auf dem Gelände am Waldhaus, gibt es ein Streichelzoo und dem Falkenhof, hier gibt es auch regelmäßig Flugshows mit Greifvögel zu Sehen. Weiter zum kleinen Ravensberg, durch das Naturschutzgebiet Moosfeen zum Großen Ravensberg. Namentlich geht es nicht um die Höhe, sondern um die Gestalt der Berge. Am Großen Ravensberg befindet sich auch das Waldhaus mit einem Lehrpfad und ein schönen Nuthetalblick. Es folgt der Teufelssee aus der Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren. Das slawische Volk der Wenden hatten hier Rituale und Gottesanbetungen vorgenommen. Es gibt auch viele Spukgeschichten, angefangen von Hexen bis hin zu doppelten Wasserlagen die den Badenden oder Taucher durch plötzliche Strudel in die Tiefe zerren. Dazu zählt auch der Ursprung des Namens, den der See trägt; laut einer Sage fuhr der Teufel mit einer Kutsche durchs Land. Diese Kutsche war mit einem Schatz beladen. Das Gefährt wurde von einem Blitz getroffen und raste in den See. Weiter an der Engelsquelle vorbei zum Bahnhof Rehbrücke, hier war nach 18 km und meine Wanderung beendet. Meine Tour auf Komoot.
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