10. Wanderung "Durch alle Ortsteile von Potsdam"
Bei der Winteraktionen vom DVV können Wanderer eigene Strecken einreichen von min. 5 Km bis max. 20 Km für die Kilometerwertung und für die Teilnehmerkarte zum Internationalen Volkssportabzeichen. Dies ist für meine Teilnehmerkarte die 15 Wanderung.
Los ging es am Rand der Döberitzer Heide in Ortsteil Kartzow, ein Gemeindeteil von Fahrland. Urkundlich das erste mal 1357 als Pfarrhof Cartzow erwähnt. Kartzow liegt an der von Saarmund nach Nauen verlaufenden ehemaligen mittelalterlichen Handelsstraße, was ausschlagend für die Entwicklung sein dürfte. Ein Kirche im neugotischem Stil prägt das Ortsbild. Eine einstige Brennerei zu beginn des 20 Jahrhunderts in einem Rittergut, ist heute als Schloß Kartzow das bekannteste im Ort. Es hatte viele Nutzungen und bedient heute Gäste in dem 4 Sterne Hotel. Es ging nun am Schloßpark vorbei in den Ferbitzer Bruch. Zum Sprengelsberg und weiter zum Ortsteil Satzkorn.
Früheste schriftliche Hinweise auf Satzkorn stammen aus dem Jahr 1332. Die Dorfkirche aus Feldsteinen wurde im 13 Jahrhundert errichtet. Es ging noch zum Gutshof von 1739 und in den Gutspark. Bekannt durch durch viele Obstplantagen, es gibt noch eine Sage mit dem dreibeinigen Hasen;
Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. wollte seinem Leibchirurgen Brandhorst den Kauf eines Gutes in Satzkorn ermöglichen. Einer der adeligen Vorbesitzer, Cuno von Hünicke, weigert sich jedoch, an einen Bürgerlichen zu verkaufen. Der König ließ daraufhin den Grafen von Einsiedel als Käufer auftreten, der den neu erworbenen Besitz dann an Brandhorst überschrieb. Der Herr von Hünicke ärgerte sich über den Streich des Königs so sehr, dass er darüber verstarb. In bestimmten Nächten soll er nun als dreibeiniger Hase im Dorf Satzkorn herumspuken. Lange Zeit gab es im Ort einen Gasthof „Zum dreibeinigen Hasen“.
Es ging dann weiter nach Fahrland, die erst Erwähnung gab es am 28. Mai 1197. Als alter Fischerkiez gab es im 18. Jahrhundert eine Ansiedlung von Leineweber. Es ging an der alten Bockwindmühle von 1758 vorbei, zwischen dem Mühlenberg und dem Friedhof. Auch Fontane schrieb in seine Wanderung durch die Mark Brandenburg über das ehemalige Amtshaus. Heute steht auf dessen Fundamenten ein Kindergarten. Doch an dieser Stelle befand sich seit dem 12. Jahrhundert die Burg Vorland, aus deren Namen sich der Ortsname Fahrland ableitet. Es ging nun durch den Ort und zur Dorfkirche, die 1709 weitgehend neu errichtet wurde. Auch hier fand Theodor Fontane worte in seinem Buch. Es ging weiter an ein Storchennest vorbei, durch den Ort und zum Fahrländer See. Am Nordufer unterhalb des Weinbergs befindet sich nun der geographische Mittelpunkt des Landes Brandenburg. Es ging weiter am Ufer entlang. Nun wieder bis zum Campus Jungfernsee, hier war mit 19 km die Wanderung beendet.
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