20.12.2025 Paaren, Uetz und Marquardt

11. Wanderung "Durch alle Ortsteile von Potsdam"

Bei der Winteraktionen vom DVV können Wanderer eigene Strecken einreichen von min. 5 Km bis max. 20 Km für die Kilometerwertung und für die Teilnehmerkarte zum Internationalen Volkssportabzeichen. Dies ist für meine Teilnehmerkarte die 16 Wanderung.

Los ging es in Paaren, es bildet ein Doppeldorf mit Uetz. Räumlich durch das Feuchtgebiet der Wublitz getrennt. Paaren wurde 1354 das erste mal urkundlich erwähnt. Es ging hier zuerst zu Dorfkirche, eine barocke Saalkirche von 1770. Es ging zur Paarener Dorfstraße und in ein Waldgebiet. Dann ging es am Havelkanal entlang, an eine Pumpstation vorbei bis zur Stabbogenbrücke Paretz. Es ging über die Paretzter Straße weiter, am Schraberg und den Krähenberg vorbei.

Weiter nach Uetz, dem Dorf der Fischer und Könige. Gegründet wahrscheinlich von Slawischen Fischern um 1157 nach der Eroberung der Mark Brandenburg durch Albrecht der Bär. Ein Rittergut lockte Adlige und Könige in den Ort. Der märkische Dichter Schmidt von Werneuchen beschriebt es so: " Wie reizend sind, du schönes Dörfchen Uetz, Heut’ deiner Gärten Äpfelblütenreiser, Dein gotisch’ Kirchlein, deiner Fischer Kietz, Dein Pfaffgehöfte, deine Bauernhäuser … Die Pferde sind zur Rückfahrt angespannt, Vom Felde treibt der Kuhhirt durch die Gassen, -Du schönster Ort im ganzen Havelland, Wer könnte je dich ungerührt verlassen!" Was auch Fontane bei seiner Wanderung bestätigte.

Es ging über die Dorfstraße durch den Ort zur neogotischen Saalkirche aus den Jahren 1860/1870, weiter zum Fährhaus am Mühlenberg. Dieses ist ein bedeutendes Einzeldenkmal und spiegelt den Landschaftsverschönerungswillen Friedrich Wilhelm III. wieder. Es ging über den Fahrweg, an der Siedlung Marquardt und an der Bundesstraße weiter nach Marquardt.

Erstmals 1313 erwähnt liegt Marquardt in einer havelländischen Landschaft und ist geprägt von der letzten Eiszeit in Norddeutschland. Es ging zum Schloß Marquardt, ein barockes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Der Schloßpark wurde 1823 gestaltet mit Planskizzen von Peter Joseph Lenne. Theodor Fontane widmet bei seiner Wanderung durch die Mark ein Kapitel mit dem Thema "Geheime Gesellschaften", was mit der sogenannten "Blauen Grotte" zusammenhängt. Es ging nun durch den Park und am Sacrow-Paretzer-Kanal auf ein schmalen Weg zum Schlänitzsee. Wieder zum Ort an drei Teiche vorbei zur Dorfkirche. Diese wurde anstelle eines abgerissenen Vorgängerbaus 1900/1901 im neuromanischen Baustil errichtet. Es ging noch an der Kulturscheune vorbei und zum Bahnhof, hier war mit 17 km die Wanderung zu Ende.

Meine Tour auf Komoot

 

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